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Understanding RRDTools

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Da ich mit in der Entwicklungscrew des Nagios Addons PNP bin musste ich mich zwangsläufig auch mit den Begebenheiten der RRDTools beschäftigen.

Es gibt einige schöne HowTos zum Thema RRDTools.

Das schönste Verständnis bekommt man meiner Meinung nach aus einem Artikel des Linux Magazins unter http://www.linux-magazin.de/heft_abo/ausgaben/2004/06/daten_ausgesiebt.

Letztendlich gibt es nicht viele Möglichkeiten die RRDTools wirklich zu begreifen außer eben: Learning by doing.

Die Gefahr beim Versuch die Vorgehensweise von RRDTools zu verstehen besteht meiner Meinung nach darin, dass man für einen speziellen Fall sagt:

“Ich brauche RRDTools”

Nun setzt man sich hin, hat überhaupt keine Ahnung und beschäftigt sich mit der Dokumentation, mit Beispielscripten und natürlich auch mit Versuchen sein eigenes Problem mit den RRDTools zu lösen.
Man wird es irgendwann schaffen und glauben:

“Hey, ich hab’s!!”

Nö!

Das Problem besteht darin, dass wenn man einmal diese Hürde gemeistert und sein Problem gelöst hat man die Verfahrensweise zu schnell wieder vergisst.

Je nachdem wie lernfähig man sich selbst einschätzt, sollte man nach dem ersten Erfolg mal ein oder zwei Tage ruhe einkehren lassen. Anschließend dann ein etwas anderes Problem mit RRDTools angehen.

Viele werden den Gedanken bekommen:

Wie war das noch gleich… ich habe es doch fast ähnlich schon einmal gemacht.

Willkommen im Club ;-).

Man stelle sich die RRD Files (auch gerne mal RRD Datenbank genannt) wie einen Ringpuffer, vergleichbar mit dem Ziffernblatt einer Uhr vor.

Damit der kleine Zeiger einen Strich weitergeht benötigt es 60 Sekunden.
Wenn der kleine Zeiger einmal den ganzen Ring beguckt hat fängt dieser wieder stumpf bei 0 an.

Frage 1: Was möchte ich in welchem Intervall machen?

Analog zum echten Datenfluss der RRDTools nehmen wir also an, dass wir zu jeder vollen Minute die aktuelle Außentemperatur aufzeichnen wollen.

An dieser Stelle ist es noch recht einfach.

Jede volle Minute auf das Thermometer gucken und die aktuelle Temperatur aufschreiben.

Frage 2: Wie lange möchte man das machen?

Frage an sich auch noch einfach (ich frage mich gerade selbst ob die Fragen schwieriger werden).

Sagen wir, wir möchten vorerst die Temperatur des ganzen Tages so aufzeichnen.

Also: Alle 60 Sekunden auf das Thermometer gucken, Temperatur aufschreiben – und dass 24 Stunden lang.

Rechnung: Wie viele Zahlen muss man nun Aufschreiben?

24 Stunden * 60 Minuten (pro Stunde) * 1 (für jede Minute) = 1440 Zahlen (nennen wir sie mal Datenreihen).

Anmerkung des Autors: Die Zahlen 1440 und 86400 werden für euch bald zu den geläufigsten Zahlen der Welt

Prima! Soweit geschafft, wir haben nun allein für einen einzigen Tag einen Kugelschreiber und mindestens 5 Seiten Papier benötigt, sind völlig übermüdet und stinksauer dass die Kaffeemaschine mitten in der Nacht den Geist aufgegeben hat.

Dafür können wir unserem Lebenspartner haarklein erzählen dass es gestern um diese Uhrzeit 24,2 Grad waren. Das sorgt für Applaus. LOL

Frage 3: Wie wichtig ist uns die Genauigkeit der Daten?

Ist es wirklich wichtig dass wir für den gestrigen Tag zu jeder einzelnen der 1440 Minuten sagen können wie warm es war?

Für denn Fall das nicht wäre die nächste Aufgabe:

Das machen wir nun für eine ganze Woche. (Schichtdienst mit den Nachbarn rund um das Thermometer ist empfehlenswert)

1 Woche * 24 Stunden (pro Tag) * 60 Minuten (pro Stunde) * 1 (für jede Minute) = 10.080 Datenreihen

Ergebnis nach einer Woche: Völlig uninteressante Temperaturangaben für eine Woche dafür aber Minuten genau.

FIXME To be continued

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